{"id":2187,"date":"2016-11-23T11:30:00","date_gmt":"2016-11-23T11:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/framos.com\/news\/framos-marktstudie-2016\/"},"modified":"2024-04-24T22:11:45","modified_gmt":"2024-04-24T22:11:45","slug":"framos-marktstudie-2016","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/framos.com\/de\/news\/framos-marktstudie-2016\/","title":{"rendered":"FRAMOS Marktstudie 2016"},"content":{"rendered":"<p><em>In Kooperation mit den Fachzeitschriften <strong>Vision Systems Design<\/strong> und <strong>Inspect<\/strong> ermittelt der Bildverarbeitungsspezialist <strong>FRAMOS<\/strong> j\u00e4hrlich die Trends der Branche f\u00fcr die weitere technische und wirtschaftliche Entwicklung aus Anwender- und Herstellersicht. F\u00fcr die 9. Marktstudie gaben 60 Hersteller und Anwender aus 19 L\u00e4ndern Antworten zum Status Quo des Bildverarbeitungsmarktes und der weiteren Entwicklung.<\/em><br \/>\n<strong><em>Der derzeitige Schwerpunkt der Bildverarbeitung liegt in der Automatisierung f\u00fcr Industrie 4.0 und Wissenschaft. Die Einbettung der Systeme und eine intuitive Implementierung unterst\u00fctzt dabei die ungebrochene Investitionsbereitschaft. Stabile Preise und starke Marken sowie der technologische Fortschritt im Bereich Sensoren und Schnittstellen sind dabei Motor hinzu einer robusten <strong>Embedded Vision<\/strong>. Die Miniaturisierung und eine intelligente Datennutzung in vernetzten Prozessen unterst\u00fctzt die Skalierbarkeit und Rentabilit\u00e4t auch f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen. Augmented Reality und Deep Learning werden als strategische Wachstumsfelder innerhalb der digitalisierten Wertsch\u00f6pfung angesehen.<\/em><\/strong><br \/>\nBasis der Studie bilden die Aussagen von 52 Anwendern und 8 Herstellern, die in durchschnittlich 15min ausf\u00fchrliche Antworten zu Kameras, Sensoren und Applikationen sowie Zukunftsprognosen abgaben. Mit 55% bildeten europ\u00e4ische Teilnehmer die st\u00e4rkste Gruppe, Amerika ist mit 23% und Asien\/Mittlerer Osten zu 22% vertreten. Anhand der abgefragten Einkaufs- bzw. Produktionsvolumina wurde ein Relevanzranking vorgenommen. Einkauf und Produktion liegen zu 62% und 43% schwerpunktm\u00e4\u00dfig in Europa, die Hersteller produzieren zu 13% zus\u00e4tzlich in Asien sowie zu 6% in Amerika. Bei den Anwendern agieren Asien und Amerika mit je 28% als gleichstarke Einkaufsm\u00e4rkte hinter Europa. Gegen\u00fcber 2015 ist ausschlie\u00dflich ein R\u00fcckgang beim Anteil des amerikanischen Produktionsmarktes (28% in 2015) zu erkennen, der auf eine schw\u00e4chere Studienbeteiligung aus Nord- und S\u00fcdamerika<\/p>\n<h2>Industrie 4.0 und Wissenschaft bilden derzeitigen Schwerpunkt der Bildverarbeitung<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/1_HERSTELLER_Industriekameras_Anwendungen.jpg\" alt=\"1_HERSTELLER_Industriekameras_Anwendungen\">Die Produktionsautomatisierung und Robotik bilden basierend auf der optosensorischen Messtechnik und Qualit\u00e4tssicherung die Haupteinsatzgebiete der Bildverarbeitung auf Hersteller- und Anwenderseite. Jeweils zwischen 40% und 63% alle teilnehmenden Unternehmen gaben an, die visuelle Sensorik in diesen Bereichen einzusetzen. Mit rund einem Drittel sind wissenschaftliche Anwendungen mit Medizintechnik und Diagnoseapplikationen ein weiterer Anwendungsschwerpunkt. Verkehrsanwendungen inklusive Fahrerassistenzsystemen sind zumindest auf Herstellerseite zu 25% und 13% signifikant genannt, auf Anwenderseite mit 10% und 2% jedoch mit einer geringeren Relevanz versehen.<br \/>\nAuch innerhalb der Branchenverteilung dominieren der Maschinenbau und die altbekannte <img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/2_ANWENDER_Branchen_Unternehmen.jpg\" alt=\"2_ANWENDER_Branchen_Unternehmen\">Automobilindustrie sowie Elektronik und Messtechnik. Forschung und Entwicklung sowie Medizintechnik und Gesundheitswesen folgen. Weitere nennenswerte Einsatzbereiche befinden sich in der Lebensmittelindustrie, in Druck und Verpackung, Sicherheit und \u00c3\u0153berwachung sowie dem \u00fcbergreifenden Logistikbereich.<\/p>\n<h2>Eigene Implementierung st\u00fctzt Investitionsbereitschaft f\u00fcr Embedded Vision<\/h2>\n<p>Im Vergleich zum letzten Jahr verkaufen die Hersteller deutlich mehr an Direktkunden, 40% in diesem Jahr gegen\u00fcber 24% in 2015 lassen darauf schlie\u00dfen, dass die gestiegene Nutzerfreundlichkeit in Implementierung und Bedienung sowie die ben\u00f6tigte Individualisierung hier zusammenspielen. Was aber nicht zwangsl\u00e4ufig dem Einsatz von Smartkameras in die H\u00e4nde spielt: Die Anwender sehen in den n\u00e4chsten 2 Jahren nur ein gering steigendes Potenzial von 27% auf 34%, die Steigerung von 13% auf 20% auf Herstellerseite verbleibt anteilig niedrig. Das verwundert nicht, da die Hersteller zu je 30% an Systemintegratoren und OEM\u2018s verkaufen, die eigenes technisches Know-How und anwendungsspezifische Sonderanforderungen im Gep\u00e4ck haben. Im Vergleich zum Vorjahr stagniert der Einsatz der vorkonfigurierten Smart Cameras bei 27%. F\u00fcr einfache Pr\u00fcfaufgaben und Prozesse mit geringer Komplexit\u00e4t werden diese vorkonfigurierten Kompaktsysteme sicherlich weiter beliebte und einfach zu integrierende Bausteine sein. Mit der der verst\u00e4rkten Einbindung der Bildverarbeitungssysteme in die SPS sehr individueller Anlagen und komplexer Fertigungsprozesse, Stichwort Embedded Vision, wird jedoch der Einsatz modularer Bildverarbeitungssysteme mit einer zentralen Steuerungseinheit notwendig. Je mehr Kameras im Einsatz sind, je mehr Aufgaben damit erledigt werden und je h\u00f6her die Komplexit\u00e4t der Gesamtanwendung, desto sinnvoller und kosteneffektiver ist der Einsatz von zentralisierten Controllern, die mehrere Kameras und abh\u00e4ngige Systeme aufgaben\u00fcbergreifend analysieren und vernetzt steuern.<br \/>\nWie auch in den vergangenen Jahren ist die Investitionsbereitschaft f\u00fcr Bildverarbeitungssysteme ungebrochen hoch. Getrieben durch die Digitalisierung und Automation in der Fabrik der Zukunft und dem Einsatz der visuellen Messtechnik in Wissenschaft, \u00c3\u0153berwachung und Unterhaltung geben 100% aller Hersteller und 90% aller Anwender an, in den n\u00e4chsten 2 Jahren neue bildverarbeitungsbasierte Systeme einzuf\u00fchren oder vorhandene Systeme modernisieren zu wollen. Dabei m\u00f6chten 64% aller Anwender ihr System selbst entwickeln und auch implementieren. Mit Hinblick auf die vollst\u00e4ndige Vernetzung von Produktion und Prozessen sind den Nutzern dabei mitdenkende, intelligente Systeme am wichtigsten, deren Einbettung unkompliziert ist und dennoch ein hohes Ma\u00df an Individualisierung erlauben. Die Nutzung von bildbasierter Softwareintelligenz, dem sogenannten Deep Learning, steckt dabei noch in den Kinderschuhen und bildet gleichzeitig das gr\u00f6\u00dfte Potenzial zur strategischen Nutzung der Bildverarbeitungstechnologie.<\/p>\n<h2>Stabiles Preisniveau und hohe Markenbekanntheit<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/3_Hersteller_Preisklassen.jpg\" alt=\"3_Hersteller_Preisklassen\">Ob der Markt verl\u00e4sslich w\u00e4chst, h\u00e4ngt neben der prinzipiellen Kaufbereitschaft am Preisniveau. Nach noch 70% in 2014 wollen wie in 2015 die Hersteller wieder nur rund 44% ihrer Kameras im mittleren Preissegment zwischen 150$ und 650$ produzieren. Damit ist nach den vorausgegangenen Jahren des sukzessiven Preisverfalls eine weitere Stabilisierung angezeigt. Billigkameras unter 150$ spielen mit 26% auf Herstellerseite und nur 11% auf Anwenderseite die prozentual geringste Rolle auf beiden Seiten. Gegen\u00fcber 2015 verlieren zwar auch die Hochpreiskameras ab 650$\/1000$\/3000$ 12%-Punkte, was aber ausschlie\u00dflich Kameras der gehobenen Mittelklasse zwischen 650$ und 1000$ betrifft und mit einer Verschiebung zu Kameras ab 350$ das mittlere Preissegment st\u00e4rkt und auch im gestiegenen technologischen Standard begr\u00fcndet liegt. F\u00fcr durchschnittlich komplexe Aufgaben gen\u00fcgen heute g\u00fcnstigere Kameras als noch vor wenigen Jahren. Der stabile Anteil an Kameras ab 1000$\/3000$ auf Hersteller- (19%) und Anwenderseite (23%) zeigt, das f\u00fcr die komplex-vernetzten Automatisierungsprozesse und eingebetteten optischen Steuerungssysteme auch weiterhin hochwertige und individualisierte Kameras ben\u00f6tigt werden.<br \/>\nDie bekannteste Kameramarke unter den Anwender ist dabei e2v mit 52% gest\u00fctzter Markenbekanntheit &#8211; <img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/4_ANWENDER_Industriekamera_Preisklassen.jpg\" alt=\"4_ANWENDER_Industriekamera_Preisklassen\">wobei anzunehmen ist, dass hier prozentualer Ruhm aus dem Sensorbereich her\u00fcberweht. Im dichtgedr\u00e4ngten Verfolgerfeld tummeln sich mit je 46% Matrox, Teledyne Dalsa und Cognex. Am h\u00e4ufigsten eingesetzt werden hingegen mit fast einem Drittel (31%) Sony-Kameras, Basler folgt mit 27% und Teledyne Dalsa und IDS mit je 25%.<\/p>\n<h2>CMOS-Umstellung begr\u00fcndet Steigerung bei Custom-Sensoren &#8211; Sony und On Semi bleiben stark<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/5_ANWENDER_Kameramarken_Einsatz_Bekannt.jpg\" alt=\"5_ANWENDER_Kameramarken_Einsatz_Bekannt\">Im Rahmen der Abk\u00fcndigung der <strong>CCD-Sensoren<\/strong> von <strong>Sony<\/strong> innerhalb der n\u00e4chsten 5-10 Jahre wollen wie im Vorjahr knapp 40% der Hersteller und Anwender auf <strong>CMOS-Technologie<\/strong> umsteigen. Knapp 2\/3 aller Hersteller und 1\/3 aller Anwender betrifft dies noch nicht einmal mehr, da sie bereits ausschlie\u00dflich auf CMOS-Sensoren setzen. Die strategische Entscheidung von Sony hat bisher anscheinend nur auf Herstellerseite Auswirkungen. Im Gegensatz zum 2015 kaum merklich prognostizierten Abfall von 42% auf 40% setzen heuer noch 32% aller Kameraproduzenten auf Sony, wollen aber mit 37% in 2 Jahren fast wieder an das Niveau vor der Abk\u00fcndigung ankn\u00fcpfen. Auf Anwenderseite setzen im Vergleich zum Vorjahr sogar mehr Nutzer auf Sony (35% auf 53%) und der prognostizierte Abfall auf 25% ist vollst\u00e4ndig vom Tisch &#8211; 51% wollen auch in zwei Jahren dem Marktf\u00fchrer treu bleiben. Damit zeigen sowohl Hersteller wie Anwender Vertrauen in Sony und seine technologische Strategie und die weitere Modellentwicklung. Die Mehrheit der Anwender und Hersteller gibt an, vom Lieferverz\u00f6gerungen durch das Erdbeben in Japan nicht betroffen zu sein, nur 13% der Hersteller rechnen mit starken Verz\u00f6gerungen. Durch die CCD-Verschiebungen profitieren auf Herstellerseite e2V (von 3% auf 12%) und kundenspezifische Sensoren (von 4% auf 19%) mit gleichbleibenden positiven Prognosen. Marktzweiter On Semiconductor kann sich sowohl auf Herstellerseite mit nur geringem Abfall (34% auf 29%) &#8211; wie auch auf Anwenderseite mit moderatem Wachstum (von 11% auf 16%) gegen\u00fcber dem Vorjahr stabil halten und bleibt laut den Voraussagen auf dem jetzigen Niveau.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/6_HERSTELLER_Einsatz_Sensormarken_heute_2Jahre.jpg\" alt=\"6_HERSTELLER_Einsatz_Sensormarken_heute_2Jahre\">Die Hersteller verkaufen bereits 85% ihrer Kameras mit CMOS-Technologie, die Nutzer wollen dieses Einkaufsniveau in den n\u00e4chsten 2 Jahren erreichen. Ohne eine Steigerung zum Vorjahr setzen mit 51% heute bereits die H\u00e4lfte aller Anwender auf CMOS, sagen aber im Gegensatz zu 2015 ein schnelleres Wachstum auf 83% (gegen\u00fcber 70%) voraus. Gut m\u00f6glich, dass viele Firmen bereits mit der Planung und dem Design-In begonnen haben, der Go-Live mit erneuerten Sensoren und Systemen aber<\/p>\n<h2>F\u00fcr Embedded Systems: Kleine Sensoren mit hoher Aufl\u00f6sung und passenden Objektiven<\/h2>\n<p>Die technologische Weiterentwicklung der CMOS-Sensoren mit kleineren Pixelgr\u00f6\u00dfen, h\u00f6heren Aufl\u00f6sungen<img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/7_ANWENDER_Einsatz_Sensormarken_heute_2Jahre.jpg\" alt=\"7_ANWENDER_Einsatz_Sensormarken_heute_2Jahre\"> und verbesserter Sensitivit\u00e4t beg\u00fcnstigt mit der einhergehenden Miniaturisierung den Einsatz der Bildverarbeitung in integrierten Systemen. Augmented Reality-basierte Datenbrillen zur effektiven Produktionswartung und Assistenzsysteme zur Mensch-Maschine-Kollaboration in der Robotik sowie autonome Transportsysteme in Verkehrs-, Automobil- und Logistikbereich sind Beispiele f\u00fcr hoch qualitative, miniaturisierte und eingebettete Bildverarbeitungsintelligenz zur Steuerung und \u00c3\u0153berwachung der digitalen Wirtschaft. Bei den Megapixel-Aufl\u00f6sungen sind dementsprechend die vorausgesagten Spr\u00fcnge in die n\u00e4chsth\u00f6here Klasse eingetreten. Setzten 2015 noch knapp 30% der Anwender auf Sensoren unter 1MP, so sind es 2016 gerade noch 10%. Die Verluste der kleinsten Klasse sind als Zuw\u00e4chse in der Klasse zwischen 1 und 3 MP (+10%-Punkte) sowie der Klassen zwischen 3 und 5 MP (+2%-Punkte) sowie zwischen 5 und 10 Megapixel (+3%-Punkte) zu verzeichnen. In 2 Jahren sehen die Anwender bereits einen breiten Fokus bei Sensoren im Bereich zwischen 5 und 10 Megapixeln, diese Klasse soll von 11% auf 26%-Anteil wachsen. Herstellerseitig wird eher vorsichtig geplant, das Wachstum sehen die Kameramanufakturen eher zwischen 1 und 5 Megapixel, mit einem weiter signifikanten und stabilen Anteil unter 1 Megapixel. Die beliebteste Read-Out-Technologie ist mit 55% auf Hersteller- und 77% auf Anwenderseite der die verzehrungsfreie Global Shutter-Methode.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/8_ANWENDER_Objektivmarken_Einsatz_Bekannt.jpg\" alt=\"8_ANWENDER_Objektivmarken_Einsatz_Bekannt\">Einig sind sich Anwender und Hersteller bez\u00fcglich der Sensor-Miniaturisierung. Von 20% auf 49% ist die Klasse der Sensoren zwischen 1\/3\u201c und 1\/2\u201c bei den Anwendern vom letzten auf dieses Jahr gewachsen. Auch die Hersteller erreichen in dieser Gr\u00f6\u00dfenklasse mit 41%-Punkten den h\u00f6chsten Wert ihrer Verk\u00e4ufe und haben mit zus\u00e4tzlichen 17% unter 1\/3\u201c Sensorgr\u00f6\u00dfe ihren Schwerpunkt deutlich im Miniaturbereich, wahrscheinlich beg\u00fcnstigt durch OEM-Gesch\u00e4ft mit Embedded Systems. Passend dazu verkaufen die Hersteller \u00fcber die H\u00e4lfte ihrer Kameras mit CS-Mount- oder Mini-Objektiven, die Anwender korrespondierend zu fast einem Drittel. C-Mount-Objektive bleiben mit 41% auf Hersteller- und 59% auf Anwenderseite momentan noch die meist eingesetzten Objektive.<br \/>\nAls eines der wichtigsten Qualit\u00e4tskriterien innerhalb eines Bildverarbeitungssystems wurden in der <strong>FRAMOS Marktstudie 2016<\/strong> erstmals die Bekanntheit und der Einsatz von Objektiven abgefragt. Zeiss-Objektive sind wenig \u00fcberraschend mit 56% den meisten Anwendern bekannt, gefolgt von Tamron und Fujinon mit je 44%. Fujinon-Objektive f\u00fchren mit 44% jedoch in der Nutzung, gefolgt von Kowa (29%) und Schne<\/p>\n<h2>Schnittstellen f\u00fcr steigende Datenvolumina und Echtzeit-Verarbeitung<\/h2>\n<p>Der gro\u00dfe Vorteil von eingebetteten <strong>Vision Systemen<\/strong> ist die \u00c3\u0153berwachung und Analyse in Echtzeit. F\u00fcr eine hohe Pr\u00e4zision werden schnelle Bildraten und deren rasche \u00c3\u0153bertragung zur sofortigen Verarbeitung ben\u00f6tigt. Sowohl Hersteller als auch Anwend<\/p>\n<h2><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/9_HERSTELLER_Kameraschnittstellen_heute_2Jahre.jpg\" alt=\"9_HERSTELLER_Kameraschnittstellen_heute_2Jahre\"><\/h2>\n<p>er sehen heute und in den n\u00e4chsten zwei Jahren daf\u00fcr Bildraten zwischen 25fps und 60fps als Fokus an, gleichzeitig haben sich gegen\u00fcber dem Vorjahr signifikante Steigerungen im Bereich \u00fcber 100 fps (+13%-Punkte bei den Anwendern) und 200fps (+ 14%-Punkte bei den Herstellern) ergeben.<br \/>\nIn der heutigen Schnittstellennutzung dominiert auf Anwenderseite mit 33%-Anteil <strong>GigE Vision<\/strong><br \/>\n, gefolgt von Ethernet mit 15%. Gegen\u00fcber dem letzten Jahr hat sich durch einen geringen Anteil amerikanischer Teilnehmer der damalige hohe Ethernet-Prozentsatz wieder relativiert. Die gr\u00f6\u00dften Wachstumsarten sehen sowohl Hersteller als auch Anwender bei USB 3.0 sowie bei GigE Vision mit jeweils einem Plus von 8%- und 10%-Punkten. \u00c3\u0153ber 75% der Hersteller und mit 60% auch ein Gro\u00dfteil der Anwender gehen davon aus, dass Bandbreiten \u00fcber 5GB relevant bzw. sehr relevant f\u00fcr<br \/>\nBildverarbeitungsanwendungen werden. Die Hersteller setzen dabei mit 50% auf USB 3.1 als wichtigste Schnittstelle f\u00fcr High-Speed-Anwendungen, gefolgt von 38% f\u00fcr 10 GigE. Umgekehrt sehen die Anwender mit einem 44%-Anteil 10 GigE als Favorit zur schnellen \u00c3\u0153bertragung an, f\u00fcr USB 3.1 votieren 37% der Nutzer. F\u00fcr die Verarbeitung dieser Bildraten und Bandbreiten sowie die Verbindung der Schnittstellen von Kamera und Prozessoreinheit setzen heute 35% aller Nutzer <strong>Framegrabber<\/strong> ein und sehen daf\u00fcr innerhalb der n\u00e4chsten 2 Jahren einen glei<\/p>\n<h2>Robuste, intelligente Systeme potenzieren Skalierbarkeit und Rentabilit\u00e4t<\/h2>\n<blockquote><p>\n\u00e2\u20ac\u017eDer interessanteste Teil der Marktstudie sind neben den technischen Angaben jedes Jahr die Freitextfelder, in den die Teilnehmer eintragen, welche Faktoren sie f\u00fcr weiteres Wachstum als notwendig ansehen und wo ihrer Meinung nach das gr\u00f6\u00dfte Potenzial liegt,\u201c so Dr. Andreas Franz als Schirmherr der Studie. \u00e2\u20ac\u017eDie anonymisierten Daten geben ein sehr detailliertes Bild der gef\u00fchlten Marktlage und der Anforderungen auf Hersteller- und Anwenderseite.\u201c\n<\/p><\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/10_ANWENDER_Kameraschnittstellen_heute_2Jahre.jpg\" alt=\"10_ANWENDER_Kameraschnittstellen_heute_2Jahre\">Ausschlaggebend f\u00fcr das Wachstum und die steigende Nutzung von Bildverarbeitungstechnologie auf Anwenderseite ist die einfache Systemintegration und unkomplizierte Nutzung auch f\u00fcr Nicht-Programmierer. Nachdem die meisten Anwender ihr System selbst implementieren, w\u00fcnschen sie sich selbstdenkende, automatisiert arbeitende Vision Systeme, die sich nahtlos in ihre Gesamtsysteme einbetten lassen und individuell adaptierbar sind. Besonderen Wert legen Sie dabei auf Branchenstandards, insbesondere im Bereich Schnittstellen, sowie ein hohes Ma\u00df an Datensicherheit innerhalb der vernetzten Systeme. Nachdem Bildverarbeitung als Auge der Automatisierung im Mittelstand angekommen ist, w\u00fcnschen sich insbesondere die KMU\u2019s die intelligente Nutzung von verbesserten Algorithmen und Bibliotheken zur rentablen Skalierbarkeit ihrer Systeme, gerne als Opensource-Angebot. Bildverarbeitung soll nicht mehr ausschlie\u00dflich den Produktionsfluss zu optimieren, sondern muss als Analysetool zur Prozessoptimierung und zur Steigerung des Returns on Investment beitragen.<br \/>\nBasis bleibt nach Aussagen der Anwender die konsequente technische Weiterentwicklung der Sensoren und Kameras im Bereich Aufl\u00f6sung, Geschwindigkeit und Miniaturisierung bei einem sinkenden Preisniveau. Dabei sind die Rufe nach sich weiter verbessernden Qualit\u00e4tsmerkmalen f\u00fcr pr\u00e4zisere Auswertungen deutlich lauter als die nach \u00e2\u20ac\u017ebilligen Kameras\u201c. Durch die nahezu fl\u00e4chendeckenden Einsatzm\u00f6glichkeiten der visuellen Sensorik in allen Industrien sowie Forschungs- und \u00c3\u0153berwachungsfeldern ist die Robustheit der Technologie von eminenter Wichtigkeit. Im Au\u00dfeneinsatz sind breite Temperaturbereiche notwendig, die <strong>Industrie 4.0 <\/strong>und Schwerindustrie erfordern Verl\u00e4sslichkeit bei Druckver\u00e4nderungen oder Ersch\u00fctterungen. Sowohl medizinische Anwendungen als auch die Luft- und Raumfahrt verlangen eine hohe Strahlungsresistenz.<\/p>\n<h2>Augmented Reality und Deep Learning als Strategische Wachstumsfelder<\/h2>\n<p>Erstmals seit Start der Marktstudie im Jahr 2007 sehen Anwender eine konkrete Relevanz f\u00fcr den <img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\"  src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/11_ANWENDER_Bandbreitenrelevanz5GB.jpg\" alt=\"11_ANWENDER_Bandbreitenrelevanz5GB\">praktischen Einsatz von Augmented Reality-Anwendungen im Bereich User-Guidance und digitalen Support-Angeboten. Vor allem sogenannten \u00e2\u20ac\u017eAssistenzsystemen\u201c im industriellen Wartungsbereich sowie autonomen Verkehrs- und Logistiksystemen wird ein gro\u00dfes Potenzial zugesprochen. Auch die Hersteller stimmen in den Kanon vernetzter Automatisierung, Robotik und Mensch-Maschine-Kollaboration ein. Die Vernetzung multipler Kamerasysteme \u00fcber mehrere Anlagen in der Cloud sowie die damit einhergehende Datennutzung f\u00fcr umfassende Deep-Learning-Analysen wird ebenfalls erstmals als strategisches Wachstumsfeld f\u00fcr die Bildverarbeitungstechnologie und deren intelligente Nutzung angegeben. Die User w\u00fcnschen sich dabei Unterst\u00fctzung vom mitdenkenden System selbst, eine einfache Konfigurierbarkeit und selbst\u00e4ndige kognitive Lernprozesse ihrer Maschinen.<br \/>\nDie Ergebnisse der FRAMOS Marktstudie 2016 zeigen, dass Bildverarbeitung l\u00e4ngst den Sprung aus der Nische geschafft hat. Anwender und Hersteller sehen breite Einsatzfelder der Technologie \u00fcber die gesamte digitale Wertsch\u00f6pfungskette in Industrie, Wissenschaft und Security. Die visuelle Sensorik als intelligentes Auge der Automatisierung l\u00e4sst Bilder sprechen und Maschinen denken. Insbesondere im Bereich Denken und Steuern wird auf Basis von Deep Learning gerade erst erahnbar, welches immenses Potenzial die Bildverarbeitung als integrierte Technologie und strategisch-analytische Entscheidungsunterst\u00fctzung f\u00fcr eine erh\u00f6hte Prozesseffektivit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit noch vor sich hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Industrielle Kameras, ihr Markt und ihr technischen Merkmale<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":2186,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"news-categories":[43,42],"news-category":[],"news-tag":[],"class_list":["post-2187","news","type-news","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","news-categories-news-de","news-categories-news"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news\/2187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2187"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news\/2187\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"news-categories","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-categories?post=2187"},{"taxonomy":"news-category","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-category?post=2187"},{"taxonomy":"news-tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-tag?post=2187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}