{"id":1885,"date":"2012-11-13T14:56:00","date_gmt":"2012-11-13T14:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/framos.com\/news\/framos-marktumfrage-2012\/"},"modified":"2024-04-24T22:10:50","modified_gmt":"2024-04-24T22:10:50","slug":"framos-marktumfrage-2012","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/framos.com\/de\/news\/framos-marktumfrage-2012\/","title":{"rendered":"FRAMOS Marktumfrage 2012"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Zum 5. Mal haben die FRAMOS GmbH und das Fachmagazin INSPECT ihre Umfrage \u00e2\u20ac\u017eKameras in der Professionellen Bildverarbeitung 2012\u201c durchgef\u00fchrt. Die in den vergangenen Studien erkennbaren Unterschiede zwischen den Perspektiven der Hersteller und Nutzer haben sich dabei etwas verringert. Die diesj\u00e4hrige Fokussierung auf industrielle Applikationen ergab indes ein stimmiges Abbild, wie nahe sich die Aussagen der Hersteller und die Erwartungen der Nutzer inzwischen oft sind.<\/em><\/strong><br \/>\nAutor: Dr.-Ing. Ronald M\u00fcller, Leiter Produktmarketing FRAMOS GmbH<br \/>\nDie vorliegende Analyse st\u00fctzt sich auf die Antworten von 13 Kameraherstellern und 51 Kameranutzern, deren Kameras \u00fcberwiegend in industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Unter industriellen Anwendungen verstehen wir hierbei Anwendungen mit prim\u00e4r vollautomatischer Bilderfassung und\/oder vollautomatischer Bildanalyse, wie z.B. Automatisierung in Produktion und Logistik, Qualit\u00e4tssicherung, Messtechnik, Verkehrs\u00fcberwachung, etc.<br \/>\nWas die Verteilung \u00fcber unterschiedliche Preiskategorien angeht, so positionieren zahlreiche Hersteller ihre Einstiegs-Modelle mit VGA Aufl\u00f6sung seit einiger Zeit unter 350 \u20ac. Obwohl 41% der Nutzer Kameras mit einer Aufl\u00f6sung von weniger als 1 Megapixel einsetzen, spielen Kameras in der Preisklasse zwischen 650 bis 1000 \u20ac mit 32% die gr\u00f6\u00dfte Rolle, w\u00e4hrend Kameras mit einem Preis unter 350 \u20ac bei 20% liegen. Dies spricht daf\u00fcr, dass die Mehrheit unserer Nutzer erh\u00f6hte Qualit\u00e4ts-, Funktions-, und Serviceanforderungen an ihre Kameras und deren Produzenten stellen und daf\u00fcr bereit sind, h\u00f6here Preise zu zahlen.<br \/>\nDabei haben die Hersteller mit Fokus auf CCD-Sensoren, Sony und Truesense (ehem. Kodak), im industriellen Bereich unangefochten den gr\u00f6\u00dften Marktanteil. Aptina f\u00fchrt deutlich die Hersteller von CMOS-Sensoren an. In der industriellen Bildverarbeitung liegt die CCD-Sensortechnologie mit 69% deutlich vorne. Entsprechend der Erwartung der Kamera-Anwender wird dieser Anteil in den n\u00e4chsten 2 Jahren jedoch um 16 Prozentpunkte schrumpfen. Es ist bekannt, dass Sony als auch Truesense bereits eine wachsende Modellreihe auf Basis der CMOS-Technologie herausgebracht bzw. angek\u00fcndigt haben.<br \/>\n<strong><em>Wie viel Prozent Ihrer Kameras setzen Sie jeweils in folgenden Aufl\u00f6sungsbereichen ein &#8211; heute und in 2 Jahren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Optik-Hersteller d\u00fcrfte von besonderem Interesse sein, dass in \u00c3\u0153bereinstimmung mit der Verteilung der Sensoraufl\u00f6sungen 69% der eingesetzten Sensoren ein optisches Format von weniger als 1\/2&#8243; aufweisen. Lediglich 8% der Sensoren liegen \u00fcber 2\/3&#8243;. Auch bei den Objektiv-Fassungen zeichnet sich ein klares Bild ab. 63% der Kameras bieten einen C-Mount als Objektiv-Fassung. Die \u00fcbrigen Kameras verteilen sich prim\u00e4r auf Kleinbildformat-Mounts (K-Mount, F-Mount, Canon-Mount, etc.) mit 18% und Mini-Objektive (Pinhole, M12, M14, etc.) mit 12%.<br \/>\nHeute sind verschiedene CCD und CMOS Sensoren mehrerer Hersteller in der Lage, bis zu 100 Bilder pro Sekunde (Abk.: fps) zu liefern. Bei den Bildraten sieht man, dass in 2 Jahren insbesondere der Bereich zwischen 100 und 200 Bildern pro Sekunde um ca. 5 % zulegen wird. Diese Einsch\u00e4tzung wird vermutlich gest\u00fctzt durch die Ank\u00fcndigung neuer Kameras mit neuen Sensoren, die diesen Geschwindigkeitsbereich adressieren.<br \/>\n<strong><em>Wie viel Prozent Ihrer Kameras betreiben Sie jeweils mit folgenden Bildraten &#8211; heute und in 2 Jahren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei der Differenzierung zwischen Analog- und Digitalkameras ergibt sich, dass heute immernoch 34% der eingesetzten Kameras \u00fcber einen Analogausgang verf\u00fcgen. Ihr Anteil wird nach Einsch\u00e4tzung der Kameranutzer in den n\u00e4chsten 2 Jahren jedoch um 16 Prozentpunkte auf 18% weiter sinken. Da Kameras mit digitalem Videoausgang im industriellen Bereich die Mehrheit stellen, sind die unterschiedlichen digitalen Standard-Schnittstellen von Interesse. Es ist zu erkennen, dass in unserem Teilnehmerkreis CameraLink einen besonderen Schwerpunkt darstellt, ebenso wie auch Gigabit Ethernet, Ethernet und Firewire IEEE1394a.. Mit Blick auf die Entwicklung in die n\u00e4chsten 2 Jahre zeigt sich eine deutliche Verlagerung in Richtung CamerLinkHS, GigE und 10 GigE. Doch auch CoaXpress scheint hier f\u00fcr einige Nutzer eine interessante Alternative darzustellen.<br \/>\nAltbekannte und auch neue Sensorhersteller bringen Produkte mit immer h\u00f6heren Bildraten bei immer h\u00f6heren Aufl\u00f6sungen auf den Markt. Diese Sensoren verlangen Bandbreiten jenseits der 8 Gbit pro Sekunde. Nach Meinung der Kameranutzer ist mit 58% die Wahrscheinlichkeit am gr\u00f6\u00dften, dass sich Camera Link HS durchsetzt, vor 10Gbit Ethernet (31%) und CoaXpress (12%).<br \/>\nWenn es darum geht, welche technischen H\u00fcrden noch \u00fcberwunden werden m\u00fcssten, um ein signifikantes Umsatzwachstum in der Professionellen Bildverarbeitung zu erm\u00f6glichen, lassen sich aus den frei formulierbaren Antworten der Befragten klare Tendenzen erkennen:<br \/>\n<strong>Wichtigste Aussagenund die Anzahl der Nennungen<\/strong><br \/>\nH\u00f6here Bildraten &#8211; 12<br \/>\nNiedrigere Kosten &#8211; 9<br \/>\nH\u00f6here Aufl\u00f6sung &#8211; 8<br \/>\nEinfachere Programmierbarkeit von Smart-Kameras und PC Software &#8211; 5<br \/>\nEinfache Handhabung und Installation &#8211; 5<br \/>\nBessere Bildqualit\u00e4t (h\u00f6here Empfindlichkeit, weniger Rauschen) &#8211; 5<br \/>\nMehr Standardisierung &#8211; 4<br \/>\nLeistungsf\u00e4higere HW (zur Verarbeitung gro\u00dfer Datenmengen) &#8211; 3<br \/>\nGr\u00f6\u00dfere Bandbreiten zur Daten\u00fcbertragung &#8211; 3<br \/>\nHDR &#8211; 3<br \/>\nHierbei ist bemerkenswert, dass die Antworten \u00e2\u20ac\u017eH\u00f6here Bildraten\u201c und \u00e2\u20ac\u017eH\u00f6here Aufl\u00f6sung\u201c von mehreren Teilnehmern gleichzeitig genannt wurden. Hierzu passt auch der Wunsch nach \u00e2\u20ac\u017eGr\u00f6\u00dferen Bandbreiten zur Daten\u00fcbertragung\u201c, der drei Mal direkt angesprochen wurde. Zudem geh\u00f6ren u.a. einfache Programmierbarkeit, Handhabung und ein Mehr an Standardisierung zu den wiederholt spontan ge\u00e4u\u00dferten Nutzerw\u00fcnschen.<br \/>\nWenden wir uns der Herstellerseite zu. Wir haben Produzenten von Kameras mit mehrheitlich industriellen Anwendungen gefragt, von welchen Herstellern sie Bildsensoren verwenden und ob sie diese jeweils \u00e2\u20ac\u017esehr h\u00e4ufig\u201c, \u00e2\u20ac\u017eh\u00e4ufig\u201c, \u00e2\u20ac\u017edurchschnittlich\u201c oder \u00e2\u20ac\u017eselten\u201c einsetzen. Die Hersteller Sony und Aptina sind auch hier f\u00fchrend. Bemerkenswert ist, dass CMOSIS-Sensoren bereits zu gewichtigem Anteil \u00e2\u20ac\u017esehr h\u00e4ufig\u201c bzw. \u00e2\u20ac\u017eh\u00e4ufig\u201c zum Einsatz kommen. Die Gewichtsverteilung zwischen CCD und CMOS Sensoren wird von den Kameraherstellern mit 75% zu 25% angegeben. Somit ist hier das Gewicht auf der CCD Technologie noch st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt, als bei den Kameranutzern, die ein Verh\u00e4ltnis von 69% zu 31% angaben. Allerdings erwarten die Hersteller f\u00fcr die kommenden 2 Jahre auch ein st\u00e4rkeres Wachstum der CMOS-Sensoren um 20 Prozentpunkte (16 Punkte bei Nutzern). Auch f\u00fcr die Hersteller spielt Farbe in den meisten Anwendungen mit automatisierter Bildaufnahme und -analyse eine untergeordnete Rolle. Sie gaben an, dass 74% der Kameras monochrom seien (84% bei Nutzern). 49% der Kameras haben heute weniger als 1 Megapixel. Im Gegensatz zu den Nutzern erwarten die Hersteller das gr\u00f6\u00dfte Wachstum im Bereich \u00fcber 10 Megapixel. Generell zeigt sich eine leichte Verlagerung der Anteile hin zu h\u00f6heren Aufl\u00f6sungen \u00fcber 1 Megapixel.<br \/>\n<strong><em>Wie viel Prozent Ihrer Kameras verkaufen Sie pro Aufl\u00f6sungsbereich &#8211; heute und in 2 Jahren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei den Herstellern liegt ein starker Fokus auf den Sensoren mit weniger als 1 Megapixel. Passend dazu haben ein Drittel der Sensoren ein optisches Format von 1\/3\u201c oder kleiner. Bemerkenswert ist der gro\u00dfe Anteil von 35% des Bereichs zwischen 1\/2&#8243; und 2\/3&#8243;. Noch deutlicher als bei den Kameranutzern geben die Hersteller ein \u00c3\u0153bergewicht von 76% auf C-Mount Objektivfassungen an. Die anderen Objektivfassungen spielen hier eine untergeordnete Rolle. Bei den Bildraten gehen die Hersteller davon aus, dass in 2 Jahren insbesondere der Bereich zwischen 100 und 200 Bildern pro Sekunde um ca. 3 % zulegen wird und der Bereich \u00fcber 200 fps sogar um 4 %.<br \/>\n<strong><em>Wie viel Prozent Ihrer verkauften Kameras liefern jeweils folgende Bildraten &#8211; heute und in 2 Jahren?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Um die die Ausgangsseite der Kameras zu beleuchten, haben wir zun\u00e4chst nach dem Anteil der Analog und Digitalkameras gefragt. 20 % der hergestellten Kameras bieten einen Analogausgang. Deren Anteil wird voraussichtlich in den n\u00e4chsten 2 Jahren um 8 Prozentpunkte auf 12% schrumpfen. Bei der Frage nach der H\u00e4ufigkeit der eingesetzten digitalen Kameraschnittstellen lassen die Ergebnisse erkennen, dass Firewire IEEE1394a, CameraLink, Ethernet und Gigabit Ethernet die eindeutigen Schwerpunkte darstellen. Mit Blick auf die Entwicklung in die n\u00e4chsten 2 Jahre, zeigt sich eine deutliche Verlagerung in Richtung USB3, CamerLinkHS, GigE und 10 GigE. Doch auch hier ist CoaXpress hier f\u00fcr einige Hersteller eine m\u00f6gliche Alternative.<br \/>\n<strong><em>Wie h\u00e4ufig werden Sie in 2 Jahren Kameras mit folgenden Schnittstellentypen verkaufen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind die Aussagen der Kameranutzer aufschlussreich, welche Schnittstelle sich in dem Bandbreiten-Bereich \u00fcber 8 Gbit durchsetzen wird. Mit 68% ist 10Gbit Ethernet der eindeutige Spitzenreiter vor Thunderbolt (19%) und CoaXpress mit immerhin 10%. Da Camera Link HS bisher von nur sehr wenigen gro\u00dfen Kameraherstellern forciert wurde, sehen die teilnehmenden Kamerahersteller in unserer Umfrage vermutlich keinerlei Verwendung f\u00fcr diese Datenschnittstelle.<br \/>\n<strong><em>Welche der folgenden Schnittstellen wird sich Ihrer Meinung nach f\u00fcr Bandbreiten &gt;8 GBit\/s am ehesten durchsetzen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung von PC-seitiger Software (z.B. SDK, Viewer-Anwendungen und Konfiguratoren) sowie Probleme mit der Daten-Schnittstelle der Kameras scheinen f\u00fcr den einen oder anderen Kamera-Hersteller \u00fcbrigens ein gr\u00f6\u00dferes Problem darzustellen. Diese Aussagen decken sich mit dem Erfolg verschiedener Firmen, die sich ausschlie\u00dflich auf die Entwicklung von Kamera-Schnittstellen und zugeh\u00f6riger PC-Software spezialisiert haben. Des Weiteren ist zu erwarten, dass zahlreiche Sensor-Hersteller neue Konzepte f\u00fcr CCD und CMOS-Sensoren auf den Markt bringen werden, um dem Ruf nach gr\u00f6\u00dferer Sensitivit\u00e4t, Global-Shutter Funktion und m\u00f6glicherweise auch niedrigeren St\u00fcckkosten zu entsprechen.<br \/>\nDie wichtigsten gewerteten Ausz\u00fcge aus den Ergebnissen werden sowohl in Ausgabe 6\/2012 in der Fachzeitschrift INSPECT am 25. Oktober ver\u00f6ffentlicht, als auch am 08. November um 9.15 Uhr im Rahmen der Vision Days auf der Vision in Stuttgart pr\u00e4sentiert und diskutiert. Download Artikel (pdf) Ver\u00f6ffentlichung: Inspect (pdf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klarer Trend zu mehr Aufl\u00f6sung und h\u00f6herer Bildrate<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":1603,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"news-categories":[43,43],"news-category":[],"news-tag":[],"class_list":["post-1885","news","type-news","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","news-categories-news-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news\/1885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news\/1885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"news-categories","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-categories?post=1885"},{"taxonomy":"news-category","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-category?post=1885"},{"taxonomy":"news-tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/framos.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/news-tag?post=1885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}