{"id":1703,"date":"2014-11-11T11:29:00","date_gmt":"2014-11-11T11:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/framos.com\/news\/framos-marktstudie-2014-die-ergebnisse\/"},"modified":"2024-04-24T22:10:09","modified_gmt":"2024-04-24T22:10:09","slug":"framos-marktstudie-2014-die-ergebnisse","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/framos.com\/de\/news\/framos-marktstudie-2014-die-ergebnisse\/","title":{"rendered":"FRAMOS Marktstudie 2014: Die Ergebnisse"},"content":{"rendered":"<h2>Industrielle Kameras, Ihr Markt und ihre technischen Merkmale<\/h2>\n<p><strong>Wie ist der Status Quo des Imaging Markts und wie wird er sich zuk\u00fcnftig entwickeln? Zum 7. Mal in Folge hat der internationale Bildverarbeitungsspezialist FRAMOS in Kooperation mit der Fachzeitschrift \u201cInspect\u201d Hersteller und Anwender industrieller Kameras befragt. Die Studie gibt aufschlussreiche Indikatoren f\u00fcr die weitere technische Entwicklung und Marktanforderungen aus Hersteller- und Anwendersicht.<\/strong><\/p>\n<p>Basis der Studie sind die Antworten von 54 Teilnehmern aus 13 L\u00e4ndern, 10 Hersteller und 44 Anwender, wobei ein Fokus auf dem deutschsprachigen Raum und Europa liegt. Ein Relevanzranking der Teilnehmer wurde anhand der abgefragten Produktions- bzw. Einkaufsvolumina vorgenommen. 40% der Hersteller produzieren bis zu 500 Kameras pro Jahr, 20% \u00fcber 10.000 Kameras, Hauptabsatzgebiete sind Nordamerika und Asien. Die Anwender kaufen zu 80% weniger als 100 Kameras pro Jahr, nur 5% ben\u00f6tigen mehr als 1000 Kameras, aufgrund der Teilnehmerstruktur ist hier Europa als Einsatzort mit knapp 75% f\u00fchrend. Die Absatzm\u00e4rkte der Hersteller sind zu jeweils knapp 20% die Produktionsautomatisierung, Medizintechnik und Messtechnik und zu jeweils ca. 12% die Logistik, Qualit\u00e4tssicherung und Verkehrs\u00fcberwachung. Unter den teilnehmenden Anwendern nimmt mit 30% die Qualit\u00e4tssicherung den wichtigsten Einsatzzweck ein, gefolgt von Produktionsautomatisierung und Messtechnik mit je 26%. Die Medizintechnik hingegen spielt mit 5% eine untergeordnete Rolle.<\/p>\n<p><strong>Bekanntheit und Einsatzh\u00e4ufigkeit der wichtigsten Kameramarken<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/anwender-02_kamera-marken_deuOArn2xvTDxipp.jpg\" alt=\"anwender-02_kamera-marken_deuOArn2xvTDxipp\"\/><\/p>\n<p>Ein wichtiger Indikator f\u00fcr die Marktentwicklung ist die Investitionsbereitschaft. Hersteller und Nutzer haben in diesem Punkt die exakt selbe Einsch\u00e4tzung und sehen einen deutlichen Push f\u00fcr die Bildverarbeitung: 57% setzen in naher Zukunft neue Imaging Systeme ein und zu 43% sollen alte Systeme erneuert werden. Die Option \u00e2\u20ac\u017eKein weiterer Bedarf\u201c wurde von keinem Teilnehmer ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Neben der offensichtlich vorhandenen Investitionsbereitschaft spielt die Preisgestaltung eine wichtige Rolle: Die Hersteller setzen hier vor allem auf niedrigpreisige Kameras und m\u00f6chten 60% Ihres Portfolios zwischen 150 und 350 Euro produzieren. Die Kategorien bis 650 Euro, bis 1000 Euro und bis 3000 Euro sollen jeweils 10% des Portfolios ausmachen. Kameras unter 150 Euro und \u00fcber 3000 Euro werden auf Herstellerseite als nicht relevant angesehen. F\u00fcr die billigsten Kameras sehen dies auch die Nutzer so. Sie haben tendenziell die Bereitschaft mehr Geld f\u00fcr qualitativ gute Kameras auszugeben und setzen Ihren Schwerpunkt mit 38% in der Preisspanne zwischen 350 und 650 Euro. Mit 19%, 18% und 16% liegen die Kameras bis 350 Euro, 650-1000 Euro und bis 3000 Euro dahinter, aber auch f\u00fcr Kameras \u00fcber 3000 Euro sind 6% der Anwender investitionswillig. Passend zu diesen Angaben antworteten nur 8% der Nutzer auf die Frage \u00e2\u20ac\u017eWas muss passieren, damit Ihr Gesch\u00e4ft dank Bildverarbeitung w\u00e4chst?\u201c mit \u00e2\u20ac\u017eKostenreduktion bei Kameras\u201c. Damit ist ein deutliches Umdenken hinzu funktionsbezogenen Leistungsmerkmalen und zur Studie 2013 erkennbar, wo noch doppelt so viele Nutzer auf eine Preisreduktion setzten. Deutlich wichtiger ist den Anwendern in diesem Jahr die einfache Bedienbarkeit und der geringe Integrationsaufwand.Dies schl\u00e4gt sich auch in der Markteinsch\u00e4tzung f\u00fcr Smart Kameras nieder, deren Anteil am Bildverarbeitungsmarkt laut einhelliger Meinung der Hersteller und Nutzer auf 35% steigen wird.<\/p>\n<p>Bei den Sensormarken und deren zuk\u00fcnftiger Verwendung in Bildverarbeitungssystemen sind sich Kamerahersteller und Nutzer einig \u00fcber den Abfall bzw. Anstieg. Sensoren von Sony werden zwar prozentual weniger eingesetzt werden, aber auch in 2016 mit vorausgesagten 35% Marktanteil das gr\u00f6\u00dfte Vertrauen besitzen. Insbesondere bei den Marken Aptina und Truesense Imaging (beide mittlerweile unter dem Dach von OnSemi) werden deutliche Zuw\u00e4chse auf 13% bzw. 19% Marktanteil erwartet.<\/p>\n<p><strong>Einsatzh\u00e4ufigkeit der wichtigsten Sensormarken &#8211; heute und in 2 Jahren<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/anwender-03_sensor-marken_deuS7jXdbmAjYiCs.jpg\" alt=\"anwender-03_sensor-marken_deuS7jXdbmAjYiCs\"   \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hersteller-02_sensor-marken_deuNZYpahmSavmk6.jpg\" alt=\"hersteller-02_sensor-marken_deuNZYpahmSavmk6\"   \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>Anwender<\/em><\/td>\n<td><em>Hersteller<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bei den Sensortechnologien CCD und CMOS erwarten Hersteller und Nutzer in den kommenden 2 Jahren aufgrund der technischen Entwicklung eine komplette Umkehr der Verh\u00e4ltnisse. CCD ist heute noch zu ca. 80% eingesetzt und wird auf ca. 20% sinken, CMOS in entsprechendem Verh\u00e4ltnis gewinnen. Diese Entwicklung ist bereits in den Studien von vor einigen Jahren prognostiziert worden, doch es bleibt immer noch abzuwarten, ob die Qualit\u00e4t und Variantenvielfalt der CMOS Sensoren die Prognose verifizieren kann.<\/p>\n<p><strong>Einsatz von CCD und CMOS Sensoren &#8211; heute und in 2 Jahren<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/anwender-04_ccd-cmos_deu.jpg\" alt=\"anwender-04_ccd-cmos_deu\"   \/><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hersteller-03_ccd-cmos_deu.jpg\" alt=\"hersteller-03_ccd-cmos_deu\"   \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>Anwender<\/em><\/td>\n<td><em>Hersteller<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ebenfalls sehr wichtig und aufgrund der meist bewegten Analyse-Objekte in der industriellen Bildverarbeitung folglich logisch ist der Aufschwung der Global Shutter Technologie von Bildsensoren, die mit 93% und 75% Anteil f\u00fcr Hersteller und Anwender unabdingbar ist. Weniger relevant hingegen ist die Farbaufnahme der Sensoren, hier ist die Prognose der Studienteilnehmer, das 70% der Hersteller und 75% der Anwender weiter mit monochromatischen Sensoren arbeiten werden. Die Sensoraufl\u00f6sung ist f\u00fcr Hersteller und Anwender mit 70% bzw. 57% zwischen 1 und 5 Megapixel am relevantesten. Der gr\u00f6\u00dfte Anstieg innerhalb der n\u00e4chsten 2 Jahre ist f\u00fcr Aufl\u00f6sungen \u00fcber 5 Megapixel zu erwarten, deren Anteil von heute 5% auf 10% bei den Herstellern und 13% bei den Anwender steigen soll. In Bezug auf die eingesetzten Bildraten sind die Kamerahersteller sehr optimistisch: Der Anteil der Sensoren mit \u00fcber 100fps soll bei 50% in 2016 liegen. Die Anwender hingegen sehen einen gro\u00dfen Anstieg f\u00fcr Frameraten zwischen 60 und 100fps und sind ansonsten noch unschl\u00fcssig. Der Marktanteil der Sensoren mit unter 25fps wird laut allen Teilnehmern deutlich sinken, auf 10% bzw. 20% laut Herstellern und Anwendern. Mit dem Anstieg der genutzten Aufl\u00f6sungen und Bildraten wird auch die Frage nach leistungsstarken Schnittstellen immer relevanter. Im Gegensatz zu den Prognosen 2013 ist GigE nach wie vor mit 30 % und 56% der meist eingesetzte Interface Standard unter den Teilnehmern. W\u00e4hrend die Hersteller mit 28% und 20% noch vergleichsweise stark auf CameraLink und Ethernet setzen, wenn auch mit sinkender Prognose, ist bei den Anwendern nur IEEEE1394a mit 11% und CameraLink mit 20% heute nennenswert. F\u00fcr 2016 wird vor allem USB 3.0 ein signifikantes Wachstum von beiden Seiten der Bildverarbeitungsplayer vorhergesagt, ein Anstieg auf 10% Anteil laut Hersteller und 15% laut Anwender. GigE wird auch 2016 weiterhin stark sein, laut Herstellen sogar mit 35% st\u00e4rker als momentan und auch die Anwender setzen mit prognostizierten 53% weiter stark auf den etablierten GigE Standard. F\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Datenmengen \u00fcber 8Gbit\/s setzen 100% der Hersteller und 83% der Anwender auf die in der modernen IT bereits weit verbreitete 10GigE-Schnittstelle.<\/p>\n<p><strong>Einsatz der verschiedenen Schnittstellentypen &#8211; heute und in 2 Jahren<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" class=\"article-content-image\" src=\"https:\/\/framos.com\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/anwender-12_schnittstelle_deu.jpg\" alt=\"anwender-12_schnittstelle_deu\"   \/><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>Anwender<\/em><\/td>\n<td><em>Hersteller<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Eine der interessantesten und aufschlussreichsten Fragen jedes Jahr ist die Frage, wie sich die Bildverarbeitung weiter entwickeln muss, um signifikantes Gesch\u00e4ftswachstum bei Herstellern und Anwender zu bewirken. In den vergangenen Jahren wurden hier zumeist Rufe nach geringeren Preisen laut. Dies hat sich 2014 gewandelt. Zwar m\u00f6chten 10% aller Teilnehmer noch sinkende Preise f\u00fcr Sensoren und Kameras, die Mehrheit der Hersteller und Anwender w\u00fcnscht sich jedoch vor allem eine einfache Benutzung der Hard- und Software sowie bessere Features f\u00fcr eine unkomplizierte Implementierung. Des Weiteren w\u00fcnschen sich alle Player technische Verbesserungen wie die weitere Ausreifung der Sensor- bzw. CMOS- und auch der Shutter-Technologie sowie Interface-Fortschritte hinsichtlich Geschwindigkeit und Standardisierung.\u00a0 Fazit aus der Marktstudie 2014 ist das Stichwort \u00e2\u20ac\u017eBildverarbeitung f\u00fcr jedermann\u201c. Hersteller sowie Anwender setzen auf g\u00fcnstige(re) und einfach zu bedienende Systeme, die mit dem hohen vorhandenen technischen Standard in bestehenden Applikationen und neue Gesch\u00e4ftsfelder implementiert werden. Die Rufe nach \u00e2\u20ac\u017eH\u00f6her, schneller, g\u00fcnstiger\u201c (Aufl\u00f6sung, Bildraten und Schnittstellen, Preise) sind leiser geworden, die Branche m\u00f6chte den Nutzen von Bildverarbeitung m\u00f6glichst vertiefen und in bestehenden und neuen Anwendungsfeldern gewinnbringend einsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ist der Status Quo des Imaging Markts und wie wird er sich zuk\u00fcnftig entwickeln? Zum 7. Mal in Folge hat der internationale Bildverarbeitungsspezialist FRAMOS in Kooperation mit der Fachzeitschrift \u00e2\u20ac\u0153Inspect\u00e2\u20ac\u009d Hersteller und Anwender industrieller Kameras befragt. 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